Im Direktmarketing könnte man den
Wert der deutschen Sprache an den stattgefundenen Verkäufen messen. Ich denke, niemand wird auch nur den Kehricht seines Unternehmens aufs Spiel setzen um über eine genaue Zahl Gewißheit zu erlangen. Braucht auch niemand. Es sind etwa 390 Prozent mehr drin im Geschäft, wenn Sie am deutschen Markt Deutsch sprechen. Rechnen Sie also mit
vierfachem Rücklauf ganz zu Ihren Gunsten.
Sich verständigen zu können, macht einen größeren Unterschied als Geld
Haben Sie etwas zu verkaufen, tun Sie es in der markttauglichsten Sprache. Das ist Land auf, Land ab Deutsch. Es
könnte Sie verunsichern, sehr große Unternehmen das Gegenteil tun zu sehen. Besonders in der Telekommunikation und in den akademischen Wirtschaftskursen ist es üblich der
deutschen Sprache zu fliehen. Sie versuchen sich in Anglizismen auszudrücken. Zu komisch, daß Englisch gar nicht so gesprochen wird. Es gibt aber mittlerweile einen eigenen
Begriff für diese Peinlichkeit: Globish! Um hier nichts zu beschönigen, es ist die dümmliche Version der Sprache Englisch. Kein Volk dieser Erde spricht so etwas. Sie müssen
sich das wie einen Gefängnisjargon vorstellen. Jedem Menschen, der mir am Herzen liegt, würde ich streng abraten sich ausgerechnet durch Verwahrlosung anzupassen. Wer Englisch
lernen möchte, soll es doch tun. Wozu mit Krücken humpeln, wenn man gar nicht verletzt ist? Ich kann Ihnen versichern, Verkäufe bringt Ihnen dieser Unfug nicht. Weshalb
versteifen sich besagte Unternehmen nun aber darauf? Nun, die messen ihre Marketingkampagnen nicht. Die wissen nicht, ob deren Kauderwelsch einen Deutschen dazu bringt in deren
Läden zu marschieren und sich das beworbene Ding zu kaufen. Wie auch? Globish schafft das nicht und Englisch auch nicht.
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Sehen Sie, ab einer gewissen
Unternehmensgröße können Sie Monat für Monat und Woche für Woche Geld verpulvern ohne notleidend zu werden. So einfach ist das.
Eingegangenes Geld kann man zählen, besser kann man Erfolg nicht messen
Es gibt aber auch ganz nette Gegenbeispiele. Vielleicht kennen Sie diese Groschenromane von Bastei Lübbe. Bastei
Lübbe ist ein phänomenal erfolgreicher Verlag, der seit 1954 existiert (seit 1964 unter neuem Eigentümer). Allein die Jerry Cotten Romane haben die fast 900 Millionen mal (Sie
haben richtig gelesen) in allen Ländern dieser Welt verkauft. In den Ausgaben der 60er Jahre finden sich sehr viele Annoncen, die auch 25 Jahre später noch geschalten wurden.
Stellen Sie sich das vor: Sie lassen eine Anzeige 25 Jahre lang laufen. Natürlich gibt es dafür einen Grund: Es läuft mit Erfolg. Das sind Inserate aus dem Direktmarketing. Dort
wird eine Annonce um einen gewissen Betrag geschalten und an den Bestellungen sieht man dann, wieviel es wirklich gebracht hat. Sie müssen wissen, Direktmarketing ist die einzige
Werbeform, die meßbar ist. Unbestechlich meßbar. In einigen Agenturen könnte die Einführung von Direktmarketing Köpfe rollen lassen. Und wissen Sie, was sich im Direktmarketing
für den deutschen Markt besonders gut einsetzen läßt? . . . . Deutsch!
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Tip: ab Minute
07:20
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Das hier ist gut
vorgeführt. Sehen Sie selbst!
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Aber warum nicht einfach nur amüsieren über all diese Hanswurste? Hier zwei Filmchen.
Der linke informiert, während der rechte amüsiert. Wenn Sie meinen Rat hören möchten, ich mache mir nicht allzuviel daraus, was sich andere antun. Doch übersehe ich auch nicht das Ergebnis und
ziehe meine Konsequenzen. Tun Sie es auch. Keine Angst, man wird darin Persönlichkeit sehen. Auch nicht schlecht, oder?